domingo, 16 de octubre de 2011

Paterna de Rivera oder Die Verwandlung VOL II

»Traust du der Bank, landest du selbst auf einer« 
Spanien im Niedergang

Spanien ist Zielscheibe der Finanzspekulation und ähnlich wie Griechenland vom Staatsbankrott und einem lang währenden wirtschaftlichen Niedergang bedroht.Noch zwanzig Jahre nach seinem EU-Beitritt im Jahr 1986 brillierte das Landmit überdurchschnittlichenWachstumsraten, sodass euphorische Politiker bereits darauf setzten, in derMagie des BSP-Vergleichs die Kernländer der Europäischen Union zu überholen.
Ihr Traum ist gründlich zerstoben. Seit 2008 stagniert dieWirtschaft bei zeitweiser Schrumpfung.
Die Zahl der registrierten Arbeitslosen lag im Juni 2011 bei 4,2 Millionen und hat sich im August,wenn auch nur um 1,5 Prozent,weiter erhöht. Die Jugend unter 25 Jahre ist zu 46 Prozent ohne registrierte Anstellung. Die fast eine Million unter ihnen, die keine Berufsausbildung haben, erwartet Dauerarbeitslosigkeit mit günstigenfalls kurzen Unterbrechungen und die unsicheren Aussichten der economía inmersa, des »schwarzen
« Arbeitsmarkts.Wer in diesen Zeiten Arbeit findet, erhält sie nur zeitlich befristet; weniger als zehn Prozent der Arbeitsverträge seit 2008 sind auf Zeit und ohne Kündigungsschutz abgeschlossen worden.

Spaniens vor Jahren total überhitzte Bautätigkeit ist weitgehend eingestellt.Überall stehen die Kräne still, sind halbfertige Ruinen oder leeres Bauland zu sehen. 700000 Wohnungen waren im Juni 2011 als unverkäuflich registriert.Rund 800000 Bauarbeiter gehen stempeln – ein großer Anteil ohne jede Bezüge. Staat, Provinzen und viele Gemeinden sind verschuldet, und das manchmal bis zur Zahlungsunfähigkeit.Noch um die Jahrhundertwende konnte Spaniens Staatshaushalt ohne rote Zahlen abschließen, inzwischen ist die Kreditlast so stark gestiegen und die Bonität gesunken, dass das Parlament 2010, mit knapper Mehrheit von sozialdemokratischer PSOE und der Enthaltung einiger Regionalparteien, ein massives Spar- und Sanierungsprogramm beschloss.2 Die Gehälter für Staatsangestellte und die Renten wurden gekürzt, Sozialleistungen für Arbeitslose verringert, teilweise sogar gestrichen und das Kündigungsrecht gelockert. Der Sozialabbau, der bisher ohne Zusatzbelastungen für die Wohlhabenden und Reichen stattfindet, ist Hauptgrund der schweren Niederlage der PSOE. Sie verlor in allen Regionen, die zurWahl anstanden und in den meisten Kommunen. Schon weil die Regierung zu Jahresende mit einer Niederlage bei der Haushaltsabstimmung rechnen muss, wurden dieWahlen – ursprünglich für März 2012 angesetzt – auf den 20.November vorgezogen.
Präsidentschaftskandidat der PSOE ist nicht der inzwischen unpopuläre und »verbrannte« Zapatero, sondern der frühere Innenminister Rubalcaba.  Der Linksruck, den dieser mit angekündigter Vermögenssteuer, Bankenabgabe oder finanzierten Fortbildungsangeboten für junge Arbeitslose eingeleitet hat, kommt vermutlich zu spät, um enttäuschte Stammwähler wieder zu gewinnen: Die Meinungsumfragen sagen (Stand Anfang September) einen deutlichen Sieg der rechten Partido Popular voraus.

Das spanischeWirtschaftswachstum stellte sich schon vor der Krise dem kritischen Betrachter als eine Blase dar, die früher oder später zerplatzen musste. Für die entsprechende Politik sind im Übrigen die Partido Popular (PP) wie die PSOE in gleicherWeise verantwortlich.Kaum ein anderes europäisches Land hat in den letzten 25 Jahren so massiv und mit dem Rückenwind der EU-Strukturförderung Straßenbau betrieben und die Tiefbau- und Verkehrslobby ohne Rücksicht auf den Landschafts- und Umweltschutz bedient. Eine gezielte Förderung zukunftsträchtigerWirtschaftszweige fand nicht statt, mit der durchaus rühmlichen Ausnahme der Solar- und derWindkraft-Branche.Doch auch hier gibt es mit verschlechterten Einspeisevergütungen Rückschläge.
Außerdem haben die Fabrikation und vor allem der Export von Anlagen bisher eine weit geringere Bedeutung als beispielsweise in Deutschland und Dänemark.

Die Landwirtschaft entwickelte sich zwar unter dem Schutzschirm der EU-Subventionen zu einem starken und exportfähigen Sektor,wobei Steigerungen der Umwelt-Beeinträchtigungen und -Risiken bedenkenlos, ja skrupellos in Kauf genommen werden.Die Verwandlung großer Teile (nicht nur) der Provinz Almería in ein endloses Plastikmeer ist bekannt. Der intensive Dünge-und Pestizid-Einsatz hat negative Folgen, vor allem aber befördert eine intensive und teilweise aus Grundwasser gespeiste Berieselung die ohnehin bei zurückgehenden Niederschlägen im Jahresmittel steigende Austrocknung und auf mittlere Sicht das Risiko einer Desertifikation.
Auch die Landwirtschaft in den anderen südspanischen Regionen, die stark durch Großgrundbesitz geprägt sind, verschlechtert massiv die Umweltqualität. Soweit die Bodenfruchtbarkeit das irgend zulässt, wurde das Land großflächig und ohne Randbewuchs unter die Pflugmaschine genommen. Anfällige Flächen wie leicht auswaschbare Hügelhänge wurden nicht geschont; kilometerweit fehlt jeder Baumbestand, sofern es sich nicht um Oliven,Obstbäume oder wasserzehrende Schnellwuchsplantagen wie Eukalyptus handelt. In Trockenzonen fern der Flussgebiete werden auch Pflanzen mit hohemWasserbedarf wie Baumwolle oder Mais angebaut und mit Grundwasser berieselt. Eine starke Bodenerosion ist die Folge – in einer Region, der die Klimaforschung die Prognose einer sich leicht über die Meeresenge ausbreitenden Wüstenzone anheftet.
Vor allem konzentrierte sich Spaniens wirtschaftliche Entwicklung nach dem EU-Beitritt auf den Bausektor.Hier wurden pro Jahr mehr Häuser gebaut als in Frankreich, Deutschland und Italien zusammen. Spanien konnte dabei zum einen auf den sommerlichen Touristenstrom setzen, der – anders als in Griechenland – auch im Sommer 2011 anhielt.Mehr noch kam man der Nachfrage nach einer Zweitwohnung am Mittelmeer oder Atlantik durch Angehörige der Mittel- und Oberklassen inner- wie außerhalb Spaniens entgegen, die entsprechend zahlungskräftig waren oder sich dafür hielten.Die durch Umweltrücksichten oder Landschaftsschutz kaum »angekränkelte« Zersiedelung hat dazu geführt, dass die Küstenzonen an Mittelmeer
und südspanischemAtlantik über weite Strecken vollständig zugebaut sind. Zunehmend erfasst der Siedlungsfraß auch bisher wenig berührte Binnenlandschaften.
Ein dritter Grund der massiven Siedlungsausweitung hat zunächst dieWohnsituation breiter Bevölkerungskreise verbessert. Er hat heute jedoch dazu geführt, dass Hunderttausende von Wohnungsverlust und teilweiser Obdachlosigkeit bedroht sind.DieWohnsituation vor allem der Arbeiterklasse war in der Ära der Franco-Diktatur und ihrer repressiven Niedriglohnpolitik sehr beengt, viele Familien lebten regelrecht zusammengepfercht in oft baufälligen Häusern.
Sie kauften sich daher in pisos –Wohnungen im mehrstöckigen Neubau – ein, soweit sie durch Auslandsarbeit inWesteuropa oder bessere Löhne im Inland etwas Ersparnisse hatten.Mietwohnungen waren und sind in Spanien Mangelware. In einem oft planlosen Urbanisierungsprozess entstanden Großsiedlungen, die binnen weniger Jahrzehnte die bebaute Fläche der spanischen Städte um ein Vielfaches ausgeweitet haben. Der anhaltende Bauboom wurde seitens der Banken durch Kreditvergaben ohne ausreichende Prüfung der Bonität angeheizt. Zusätzlich gespeist ist er durch eine in Spanien sehr verbreitete korrupte Verfilzung von Kommunalpolitik und Immobilienwirtschaft.

Der maß- und bedenkenlose Bauboom war auf Dauer nicht lebensfähig und sein Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit. Eine gesamtwirtschaftliche Kettenreaktion war die Folge. La burbuja – so das geflügelteWort für die Immobilienblase – zeichnete sich schon vor der internationalen Finanzkrise 2008 ab.Die PP-Regierung
unter Aznar (1996–2004) hatte planerische Beschränkungen für die Erteilung von Baugenehmigungen
aufgehoben. So waren denn bereits 2005 195000Wohnungen nicht verkauft oder unverkäuflich. Dennoch wurden noch pro Jahr rund 800000Wohnungen neu gebaut, obwohl der Jahresbedarf auf maximal 300000 geschätzt war.
Erst im Jahr 2007 nahm die nunmehrige PSOE-Regierung die totale Bauliberalisierung zurück –zu spät,wie Zapatero in seiner Regierungserklärung Anfang Juli 2011 im Parlament eingestand. Sein Kontrahent Rajoy von der PP hat prompt angekündigt, nach seinem erwartetenWahlsieg die Baubeschränkung wieder aufzuheben: »Krisenbewältigung «, betrieben alsWiederholung des Ausgangsfehler.
Der mit der »Blase« zwangsläufige wirtschaftliche Rückgang ließ die Arbeitslosigkeit hochschnellen,
noch verschärft durch die globale Finanzkrise ab 2009. Immer mehr Familien konnten die Kredite nicht mehr zahlen und sind somit akut von Konfiszierung und Zwangsräumung aus ihrerWohnung bedroht. Zugleich verschlechterte sich die Finanzbilanz der Banken auch dadurch, dass Baufirmen reihenweise insolvent
geworden sind und ihrerseits getätigte Kredite nicht abzahlen.Nach den EU-weit durchgeführten Stresstests ist die Zahlungsunfähigkeit von fünf spanischen Banken zu befürchten – mit unvermeidlich schwerwiegenden Folgen für die betroffene Bevölkerung.

Der maß- und bedenkenlose Bauboom war auf Dauer nicht lebensfähig und sein Zusammenbruch nur eine Frage der Zeit. Eine gesamtwirtschaftliche Kettenreaktion war die Folge. La burbuja – so das geflügelteWort für die Immobilienblase – zeichnete sich schon vor der internationalen Finanzkrise 2008 ab.Die PP-Regierung
unter Aznar (1996–2004) hatte planerische Beschränkungen für die Erteilung von Baugenehmigungen aufgehoben. So waren denn bereits 2005 195000Wohnungen nicht verkauft oder unverkäuflich. Dennoch wurden noch pro Jahr rund 800000Wohnungen neu gebaut, obwohl der Jahresbedarf auf maximal 300000 geschätzt war.
Erst im Jahr 2007 nahm die nunmehrige PSOE-Regierung die totale Bauliberalisierung zurück –zu spät,wie Zapatero in seiner Regierungserklärung Anfang Juli 2011 im Parlament eingestand. Sein Kontrahent Rajoy von der PP hat prompt angekündigt, nach seinem erwartetenWahlsieg die Baubeschränkung wieder aufzuheben: »Krisenbewältigung «, betrieben alsWiederholung des Ausgangsfehler.
Der mit der »Blase« zwangsläufige wirtschaftliche Rückgang ließ die Arbeitslosigkeit hochschnellen, noch verschärft durch die globale Finanzkrise ab 2009. Immer mehr Familien konnten die Kredite nicht mehr zahlen und sind somit akut von Konfiszierung und Zwangsräumung aus ihrerWohnung bedroht. Zugleich verschlechterte sich die Finanzbilanz der Banken auch dadurch, dass Baufirmen reihenweise insolvent geworden sind und ihrerseits getätigte Kredite nicht abzahlen.Nach den EU-weit durchgeführten Stresstests ist die Zahlungsunfähigkeit von fünf spanischen Banken zu befürchten – mit unvermeidlich schwerwiegenden Folgen für die betroffene Bevölkerung.

viernes, 14 de octubre de 2011

UN PUEBLO ANDALUZ EN LA CRISIS, PATERNA DE RIVERA

Un pueblo andaluz en la crisis
Un reportaje de Paterna de Rivera, Julio 2011

Este artículo sobre Paterna de Rivera lo escribí en agosto 2011 para la revista alemana "Die Kommune“.  Se trata de un reportaje sobre la situación social y laboral en Paterna. El artículo fue publicado en octubre de este año. Hartwig (Juan) Berger.

A Paterna, un pueblo con hoy 5.600 habitantes, llegué en el autocar de Cádiz, igual que hace 38 años, cuando estuve allí durante dos meses. Y como entonces, el autobús paraba cerquita del bar de Rufino. Rufino, un cantaor de flamenco de muy buena fama en la región. Su bar se encontraba ya en el año 1963 al lado de la carretera, cuando el pudo abrirlo gracias a algunos ahorros. Hoy, con sus 72 años todavía está llevando el local junto con su hijo mayor. Así que  son dos familias, las que tienen que vivir de los ingresos. Rufino casi nunca cierra antes de medianoche y abre ya a las cinco de la madrugada, cuando cazadores y obreros suelen tomar un café y, de vez en cuando, también un coñac antes de salir.  En tiempos pasados a esta hora se juntaban centenares de hombres en los bares del pueblo, antes de salir a trabajar en faenas del campo. Otros se buscaban la vida por su cuenta, recogiendo caracoles, cabrillas, cohollos o espárragos para venderlos a remitentes. Así todavía a principios de los años ochenta se podían alimentar familias completas.

Este tiempo ha pasado. Hoy los señoritos hacen trabajar casi exclusivamente con máquinas. Es muy raro que soliciten eventuales, y tienen muy pocos fijos - el aperador, algunos tractoristas y el cotero para impedir la caza furtiva. De vez en cuando buscan mano de obra para campañas cortas como la vendimia o la cosecha de verduras. Por lo menos, pagan sueldos contratados, un éxito de una larga lucha sindicalista. Y desde hace tiempo se acabó  el trabajo del buscarse la vida en el campo, con los caracoles etc. Había muy pocas excepciones, como el ejemplo famoso del “Trompo”,  que salía hasta Portugal a buscar espárragos para venderlos aquí. Pero, por desgracia, el Trompo murió ….

Trabajo precario

 Entonces ahora, en las salidas matinales del pueblo faltan los obreros del campo. También ha disminuido fuertemente el número de personas, casi exclusivamente hombres, que trabajan en la industria de la bahía de Cádiz. Hace tres años que « General Motors » cerró  su plantilla allí, desplazándola “a un lugar cualquiera en Europa del Este”. Unos dos mil perdieron su trabajo allí, entre ellos unas docenas de Paterneros. También han cerrados algunos astilleros. Hace años que no podían sobrevivir sin ayudas estatales. Para las empresas que quedan hay pocos encargos, así que necesitan menos personal y trabajan más con horas reducidas. Obreros de edad avanzada fueron prejubilados. Con huelgas, bloqueos del puente de Cádiz y  otras luchas sindicalistas por lo menos se consiguieron  rentas dignas. Los paterneros en su alta mayoría trabajan a contrata, es decir en condiciones mucho peores. Tienen trabajo cuando la empresa tiene encargos y son despedidos en seguida cuando las faenas se acaban.

Los tres hijos y un nieto de Rafaela Martínez  por el momento trabajan en los astilleros, donde están limpiando y pintando barcos. Pero siempre con la amenaza de ser despedidos.  Por lo menos se encuentran algo mejor que muchos de sus vecinos, que trabajaban en la construcción o en los astilleros y que hoy se encuentran en paro, muchos desde hace años ya. Francisco, el hijo mayor, tiene la esperanza de poder juntar un año continuo de trabajar. Entonces tendría derecho a recibir la paga de paro. Así  podría continuar con obras en su casa, que su padre ya le empezó a construir en los años setenta con el dinero que este mismo ahorró trabajando en Alemania. Pero a Francisco le pone nervioso la idea de estar de nuevo parado, tanto por los problemas económicos como por sentirse  inútil,  pasando largos días aburrido no haciendo nada.

Durante veinte años Francisco trabajó en la construcción de las urbanizaciones de la Costa del Sol – no obstante durante todo este tiempo no pudo terminar su casa.  Pero fue más prudente que muchos otros Paterneros, que compraron a credito materiales, muebles, coche y otras cosas. Ahora, estando en paro ya no pueden pagar los préstamos. En el pueblo hay muchos que temen el famoso desahucio. Y hay centenares en Paterna,  que fueron despedidos a causa de la caída de la construcción en todas partes de España y la mayoría se encuentran en esta situación desde hace años ya. Antes trabajaban fuera, mayormente lejos de su pueblo, en proyectos urbanísticos, en centros turísticos,  construyendo carreteras o autopistas, en la zona del litoral, en las islas Canarias o en cualquier gran ciudad. Regresaban a su pueblo y a sus familias los fines de semana si podían, muchas veces no era posible durante meses. Hoy se encuentran en su pueblo, pasando el tiempo sin trabajo, a veces con chapuzas en casa o en la economía sumergida, que hoy aún aquí es mas amplia que antes. Para la gran mayoría de los albañiles que han vuelto la paga del paro ya se acabó, los que tienen más «suerte» dependen de un subsidio de 400 € al mes  si son padres de familia (en la albañilería casi no había mujeres). Así que a lo peor, si no tienen familia, no reciben nada.  En el pueblo prácticamente no hay obras. Las empresas de albañilería de aquí, unas treinta y todas pequeñas, están en huelga a lo mejor, o en quiebra, a lo peor.

Para los obreros que viven en el campo andaluz la caída de la construcción es un golpe muy duro. Para muchos años, el auge de obras les servía de “red de salvación”, era una alternativa en una situación en que todos los años había menos jornales en las fincas. Además, a partir de los años sesenta la gran oportunidad de encontrar trabajo con una remuneración aceptable fue la emigración. Casí la mitad de los hombres de la familias obreras se fueron a Alemania, Francia, Holanda o Suiza, unos para pocos años, otros para muchos. Unos pocos fueron acompañados por la mujer y los niños. Si se cuenta también el trabajo temporal en el campo de Francia, la emigración de Paterna comprendía 70% de todos los trabajadores. La mayor parte de los emigrantes fuera de España ha vuelto a Paterna, mientras la mayor parte de los emigraron dentro de España, mayormente a Catalunya, se quedaron allí. Casi todos los emigrantes que han vuelto, hoy están jubilados, casi todos con una paga de la emigración muy modesta, que por si sola no basta para poder vivir.

El retorno de los emigrantes es una de las razones del fuerte aumento de la población, 2.000 mil más dentro de 40 años. Por supuesto hay otras razones, como un saldo de nacimientos continuamente positivo y desplazamientos de los pueblos de la sierra a este pueblo que parecía mas prometedor por estar situado cerca de zonas industriales y urbanas.

Hoy en Paterna, trabajar en el campo ya no tiene peso alguno y  además, hay pocos emigrantes a Alemania etc., sólo los que se han quedado allí. A primera vista es sorprendente que casi se acabara la emigración a países más prósperos de la Unión Europea, tomándose en cuenta el paro tan fuerte en Andalucía y el hecho, de que en la UE ya no hay los obstáculos de antes para desplazarse, como el permiso de trabajo y el permiso de la estancia. Un andaluz, por más pequeño que sea su pueblo, es un ciudadano Europeo, con el derecho de vivir, de trabajar y de votar en los municipios de cada uno de los 27 países de la Unión. Hay un pueblo gaditano - Villamartín o Puerto Serrano -  donde  ayuntamiento y oficina de empleo ofrecen cursos de lengua y de preparación cultural para jóvenes que quieran emigrar a Alemania. Pero, por desgracia, esto es todavía una excepción. Hablando de Paterna, bastantes vecinos tienen familiares o conocidos, que hoy viven para siempre en Alemania o Holanda y que  podrían ayudarles en encontrar un trabajo con un sueldo digno allí. Una razón de que los jóvenes no aprovechen esta posibilidad posiblemente es la falta de formacion profesional. Y por supuesto, sin carrera profesional aumenta el riesgo de no obtener más que sueldos bajos, de « dumping », de ser explotados, y eso en un país ajeno, que no conocen.

Entonces, como todos los años había menos faenas del campo y más retorno de emigrantes,  más y más obreros trabajaban en la construcción, la rama económica que con la entrada en la Union Européa y una especulación floreciente se puso muy fuerte en la España de las últimas décadas. Ycon la perspectiva de un trabajo continuo y con remuneración digna muchos jóvenes renunciaron a hacer una formación profesional. ¿Por qué hacerlo, si ya se podía ganar un buen dinero siendo jovencito? Y ¿por qué cansarse en aprender en cursos y colegios calificaciones si oficios como la albañería se podían aprender  practicando en casa o durante las jornadas? Igual como lo hacían sus abuelos en las distintas faenas del campo. La gran conyuntura de las urbanizaciones, los centros turisticos y las carreteras prometía sacar un buen dinero ya como joven, prometía poder levantar  un casa nueva, comprar coche y muebles. Así, una gran mayoría de familias de aquí pudieron hacer una casa, siempre en parte por sus proprias manos. Claro que con el aumento de los precios del terreno las casas normalmente no son muy grandes y tienen un patio chico sin huerto. Pero a diferencia de los tiempos anteriores, las familias hoy tienen lavadora, frigorífoco, televisor y, más recientemente, climatización, esto último con altos gastos de electricidad, ya que las casas nuevas tienen mala isolación contra el calor y el frío, al contrario de las casas antiguas. Y casi cada uno, cuando es adulto, tiene un coche. 

El paro generalizado, hoy por hoy, es de nuevo el destino sufrido de los pueblos de Andalucía, consecuencia de la caída de la construcción, la agricultura sin trabajo y la falta de alternativas en la economía regional. A nivel nacional,  en cuestión de paro, Cádiz tiene la triste fama de ser la provincia con el “farol rojo”, la retaguardia de toda España. En la estadística de abril de 2011, de los 10 pueblos de España con el paro más alto, ocho son de Cádiz. Paterna de Rivera figura con un 28% de parados registrados, uno de los tres últimos pueblo de España. Peor sólo fueron Barbate y Ubrique.

Además hay que darse cuenta que „registrados“ son únicamente los que reciben una paga del paro.  Si se acabó la paga – o si, como todos los solteros, no reciben ningún subsidio y por esto no se apuntan - para la estadística no cuentan como “parados”. Visto así, en Paterna el paro de verdad, como en toda Andalucía, es mucho más alto que los 28% registrados. En los sindicatos del pueblo se estima que la mitad del pueblo está parado. 
Continua con:

- Vivir sin tener trabajo  

- Viento del futuro

- Vida familial y publica

- Desilusionados de la política

 

sábado, 8 de octubre de 2011

FLAMENCO: LA CUNA DE LA PETENERA


LA CUNA DE LA PETENERA


Por Francisco Gallo Puerto



Parece que ha quedado definitivamente claro. De la actitud de los Paternas que se disputaban su paternidad -y valga la redundancia –se desprende un tácito acuerdo: el de Ribera sigue organizando, cada vez con más éxito, el Certamen Nacional de cante en honor de la "petenera ", y el otro Paterna se ha callado.

Queda pues establecido, más que por documentos históricos por la marcha de los acontecimientos, que el cante por "petenera" tuvo por cuna a un pueblecito blanco (que se asienta humildemente en una magnífica zona agrícola, que en verano y en invierno parece aplastado por el Sol, y que en invierno, en esos inviernos largos y tristes de la Andalucía rural, ha sabido de paro, de hambre, de escasez y de todo. Este pueblecito vivaracho y despierto es el Paterna de Cádiz; el de Ribera, Rivera o de la Ribera, que nadie se pone de acuerdo al llamarlo.

Parece un tanto lógico que fuera aquí donde naciera la petenera. Este cante serio, grande, llanto del pueblo, quejío del que sufre, saldría un día de la reseca garganta de un paternero o paternera consciente de sus miserias que cantaría en ese tono triste y de lamento que es propio ante males de solución imposible. Seguro que si las circunstancias no hubieran cambiado otro paternero de hoy, gran cantaor jondo, con el alma puesta en cada copla, hubiera inventado otro tipo de cante único, porque aún sin inventarlo a todo lo que canta da su sello “El Perro de Paterna”.

En Andalucía la baja, aparte de que la historia y la leyenda están tan mezcladas que no sabemos muchas veces hasta donde llega cada una, hay en ocasiones que olvidarse de la realidad e imaginarse cada uno a su manera, el origen de las cosas. La petenera existe, su cuna parece aclarada, su origen...¿Quién sabe de verdad cómo fue su
origen?

Paterna es hoy un pueblo crecido en extensión, aunque no en censo. Parece que no pretende salir nunca de sus tres mil y pico de habitantes. Están, como decía un paternero grande, los cabales: ni necesitan más gente ni les sobra nadie. Este crecimiento en extensión ha ocurrido porque aquellos viejos patios de vecino, donde vivían hacinadas muchas familias, se han ido sustituyendo por casitas, con sala y dos alcobas -que dicen ellos- con su imprescindible patio y sus dos puertas. Todas las casas de Paterna tienen dos puertas, signo evidente de las ansias de libertad de sus moradores. Angustia del contrabandista que oía llamar a la "guardia" a su casa. Pero este crecimiento, aunque anárquico y sin planes urbanísticos, sino conforme ha ido pudiendo cada uno, ha sido un crecimiento sólido, hecho con dinero de emigrantes que fuera de nuestro país han vendido sus sudores. Emigrante que vuelve a venir porque sin el aire del “Visillo” no puede respirar. Quede bien claro, este Paterna crecido, de superior nivel económico y cultural -economía agenciada como hemos dicho y cultura por “impregnación ambiental”- es fruto del quehacer de cada uno. Nunca se le ha dado nada, a lo sumo un pasaporte y un contrato de trabajo en el extranjero. En el país han buscado la vida con su habilidad de raza despierta y han mantenido e1 empleo con su competencia. 

Pero estamos hablando del paternero con edad laboral. Quedan los niños y los viejos, que en cierto modo participan de “esa vida” que el joven busca donde sea -¡de eso viven!- pero que no es muy halagüeño su futuro. Niño de Paterna que empiezas a pensar y ves tu futuro buscando peonadas donde puedas o tratando de conseguir un contrato de trabajo en e1 extranjero, no serán muy felices tus sueños. No verás muy claros tus proyectos cuando te des cuenta de las dificultades que te rodean. Viejo paternero, paternera curtida por muchos años de trabajo al sol caliente de los veranos implacables. Garbancera que has aprovechado muchas cabañuelas en" Los Arquillos", "El Chorreadero" o "Las Vegas". Hoy momias enjutas de corazón faraónico a las que mantiene vivas el temperamento. Viejas legendarias que nos recuerdan los nombres de "La Farola" , " La Oña" o ;,"La Carla" .Una como vosotras sería la petenera del cante. La que esperando a la muerte en la puerta de su cuarto, lloraba cantando. Porque el cante por petenera es llanto, lamento del pueblo herido y cansado de luchar. Resignado a la muerte sin saber lo que es la vida. Muriendo eternamente después de vivir muriendo.

Pensamos además que la petenera ha de sonar mejor en los silencios de las tardes de verano a la hora de la calina, o en los tristes atardeceres lluviosos del mes de los muertos. Pero sus ecos repetidos en "La Silera", “Fuente de la Cabra” o "El Toyo", porque sus escasas tierras todas saben de esos ecos lastimeros con que el paternero viejo, el de los tiempos de contrabandistas y mochileros, cuando no sabía que existían fábricas en Cataluña y Europa, cantaba  sus penas y lloraba cantando. Eran los tiempos en que los límites de su mundo coincidían con los de su término municipal: “Cerrillo Jerez”, "El Gusmeo" y "Peña Bastida".

Paterna el de Cádiz, de Ribera, Rivera o de la Ribera, que nadie se pone de acuerdo al nombrarte. Naciste pobre porque no fueron generosos contigo tus fundadores. Se preocuparon tan poco de ti que ni tu apellido saben con certeza la mayoría, pues aún tienes un matasello en tu cartería rural poniendo "de la Ribera", cuando la Ribera más cerca que tienes es la del “Arroyo Lejos”. Tú sola, y por esas azarosas combinaciones que se dan en la vida de los pobres, has tenido hijos grandes: magníficos obreros, buenos artesanos, ilustres militares y hombres de ciencia que en su modestia han mantenido tu nombre con orgullo. Y cuando los perros de Calero han pasado a la historia y las aguas medicinales casi nadie se acuerda ni donde estuvieron, viene la petenera a recordar a las gentes tu existencia. Tu supervivencia a pesar de que no se te ha cuidado mucho para que sigas viviendo. Tu vigor para superar tanta mediocridad como te ha tocado soportar.

Esa "pena negra" lorquiana que forma parte de la leyenda del Sur, ese embrujo trágico que se respira en las historias de Andalucía, es la resultante de muchos Paternas. Pueblos que lloran cantando. Viejos locos que duermen al sol porque saben que despiertos es peor. Que mezclan en sus coplas sus sueños y vivencias y que de todo ello salen historias raras que sólo entendemos los andaluces.

Merece que los poetas hagan con tu historia una petenera clamante para que" El Perro" la cante siempre, porque si es grande la petenera, grande es también la cuna que la parió.


Diario de Cádiz, 19 de Mayo 1.978
Revista "El Alcaucil" Nº2 (1989)